Vorwort

Als wir vor etwa acht Jahren unsere Forschungen zur russischen Emigration in Deutschland zwischen den Kriegen begannen, war uns klar, daß die Erstellung einer Chronik von zentraler Bedeutung sein würde. Weniger klar war uns, wie viel Zeit und Kraft sie uns kosten würde. Umso mehr freuen wir uns, daß wir das Ergebnis dieser Arbeit nun vorlegen können. Die Anfälle von Resignation angesichts der zurückzulegenden Wegstrecke, die immer wieder auftretenden Zweifel, ob der immense Aufwand gerechtfertigt sei, sollen nun, da das Ergebnis vorliegt, vergessen sein. Was bleibt, ist ein, wie wir glauben, eindrucksvolles Dokument vom Reichtum russischen Lebens im Deutschland der Zwischenkriegszeit. Es war letztlich der Blick auf die schier unübersehbare und eindrucksvolle Fülle von Ereignissen, Begegnungen, Gründungen, Projekten, der uns immer wieder angetrieben hat, die Arbeit bis zu Ende zu tun und schließlich auch nicht zurückzuschrecken vor den keineswegs geringen Kosten einer Drucklegung, die wir, da die sonst übliche Hilfe ausblieb, schließlich aus eigener Tasche bezahlt haben.

Zurückblickend auf diese Arbeit danken wir den einstigen Weggefährtinnen und Weggefährten dieses Projektes an der Konstanzer Universität Dr. Johannes Baur, Mark R. Hatlie, Charlotte Henze, Sylvia Sasse, sowie Amory Burchard und Christian Hufen in Berlin. Heidrun Hotzan hat uns nicht nur bei der Eingabe der Korrekturen unterstützt, sondern uns durch die Übernahme vieler organisatorischer Aufgaben den Rücken freigehalten. Wir hätten die Chronik nicht erstellen können ohne die aufwendigen Recherchen unserer Kollegen Dr. Vratislav Moulis in Prag und Dr. Aleksandr Ušakov in Moskau sowie von Denis Jdanoff in Berlin und Moskau. Herrn Dr. Gottfried Kratz in Münster danken wir, daß er zu diesem Band seine umfassende Darstellung des russischen Verlagswesens in Deutschland beigesteuert hat. Wir hoffen, daß das Resultat auch den Erwartungen und Standards jener gerecht werden wird, die mit ihrem Rat und ihrer Unterstützung ganz am Anfang des Projektes gestanden haben: Professor Dietrich Geyer in Tübingen und Professor Wolfgang J. Mommsen in Düsseldorf. Dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie sei gedankt, daß es von 1992 bis 1995 die Forschungen zur russischen Emigration finan­ziert hat. Dieser Band wäre schließlich nicht erschienen ohne das Interesse und Engagement des Leiters des Akademie Verlages Berlin, Herrn Dr. Gerd Giesler.

Frankfurt (Oder) und Berlin Die Herausgeber

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